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Wort des Monats Juli 2019

Benedikt von Nursia und das Mönchtum in unserer Zeit

Am 11. Juli feiern wir das Fest des Hl. Benedikt von Nursia. Er ist der Vater des abendländischen Mönchtums und hat einen grossen Einfluss bis hinein in die heutige Zeit.

Die Ordensregel des Heiligen Benedikts beginnt mit den Worten „Höre, mein Sohn, und neige das Ohr deines Herzens».
Um nach innen hören zu können, brauchen wir Momente der  Stille. Mönche verzichten auf eigenen Besitz und auch auf weltliche Beziehungen, um sich ungebunden dem Gebet und der Arbeit widmen zu können.

Beziehungen und Besitz können uns unfrei machen.  Gebunden sind wir immer dann, wenn wir Menschen oder Dinge, die uns umgeben, mit tiefer liegenden, meist uneingestandenen Sehnsüchten behaften.
So kann es zum Beispiel sein, dass wir Menschen zu unserem Freundeskreis zählen, die uns eigentlich gar nicht so sympathisch sind, die aber unsere Sehnsucht nach gesellschaftlicher Anerkennung stillen sollen.
Christusnachfolge bedeutet, nur Einen Herrn über das eigene Herz walten zu lassen, und das ist Gott. Von ihm her sind uns Ansehen und Anerkennung, Liebe und Geborgenheit längst geschenkt, hundertfach und von Ewigkeit her, noch ehe wir das Licht der Welt überhaupt erblickten. Nur in Gott kommen die tiefen Sehnsüchte unseres Daseins zur Ruhe. Um das aber   erfahren zu können, muss man erst ein gewisses Loslassen üben. Einen anderen Weg gibt es nicht, darin sind sich die spirituellen Traditionen aller Religionen überraschend einig.

Dürfen wir in unserer Zeit die Gedanken des Verzichtes noch weitergeben?
Ja, aus Liebe zum Leben und aus Sorge um unsere Kinder und Enkelkinder und die gesamte Schöpfung dürfen wir ihnen zeigen, dass auf etwas Verzichten immer auch eine grössere, innere Freiheit erfolgt.
 Aber auch, um der Liebe Gottes im eigenen Herzen eine maximale Chance zu geben, die im Trubel der Welt leicht untergeht.

Ich wünsche allen eine erholsame Ferienzeit mit stillen Augenblicken der Besinnung.

 

Ihr Pfr. Donsy

 

 

 

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